Blieskastel
Lage:
Blieskastel liegt im südöstlichen Teil des Saarlandes mitten im Saarpfalz-Kreis, angrenzend an Rheinland-Pfalz und Frankreich.
Zur Region:
Im überwiegend landwirtschaftlich genutzten Bliesgau gelegen, umgeben von etwa 5000 ha Wald, kaum beachtet von der Industrialisierung vergangener Zeit, bewahrte sich die Stadt ihr spätbarockes Ortsbild. Die reizvolle Landschaft, die gesunde Luft und die gemütliche Atmosphäre sind einige der Vorzüge des heutigen Kneippkurortes. Neben dem Kurbetrieb sorgen Gastronomie und Kleinindustrie für Arbeitsplätze.
Geschichte:
Die Stadt Blieskastel wird erstmals 1098 urkundlich erwähnt. Allerdings gibt es "stumme" Zeitzeugen, die schon auf eine Besiedlung in der Jungsteinzeit hinweisen. So findet man hier den "Gollenstein", mit 7m Höhe der größte Menhir Mitteleuropas. Auch die Kelten und Römer sind an dieser Region nicht spurlos vorbeigezogen. Archäologen fanden zwischen Reinheim und Bliesbruck, an der deutsch-französischen Grenze, eine in den Grundmauern noch gut erhaltene gallo-römische Siedlung (Europäischer Kulturpark). 1661 hatte die Familie von der Leyen die Verwaltung dieser Grafschaft übernommen. 1773 verlegte Reichsgraf Franz Karl von der Leyen seine Residenz von Koblenz nach Blieskastel. Mit diesem Ereignis, begann die Glanzzeit von Blieskastel, denn Franz Karl wollte eine barocke Residenzstadt daraus machen. Allerdings verstarb er schon 1775, doch seine Frau Maria Anna, geb. von Dalberg führte die Arbeit ihres Mannes weiter und war bei der Bevölkerung sehr beliebt. Doch während der französischen Revolution mußte sie 1793 in das benachbarte Zweibrücken fliehen, das von preußischen Truppen gehalten wurde, von dort gelangte sie weiter nach Frankfurt. Von da an war Blieskastel wiedereinmal unter französischer Regentschaft. Nach dem Sturz Kaiser Napoleons I. kam die Grafschaft zur Pfalz, und somit zum Königreich Bayern. Blieskastel wurde von den Zerstörungen des ersten und zweiten Weltkrieges weitgehend verschont, und dadurch konnte sich die Stadt das barocke Gesicht, das die Grafen von der Leyen geprägt hatten, bis heute bewahren. Die sterblichen Überreste derer von der Leyen findet man heute in der Gruft der Schloßkirche. Heute zählt die Stadt mit ihren 15 umliegenden Gemeinden 24000 Einwohner. Seit 1988 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Le Creusot im französischen Burgund.

Blick auf die Altstadt


Der Gollenstein
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